Pferdesteuer – Erste Reaktionen aus Bad Sooden-Allendorf

In der Pferdeszene hat es sich herumgesprochen, dass Bad Sooden-Allendorf als erste Gemeinde die Pferdesteuer einführen will. Pferdebesitzer gelten allgemein immer noch als sehr wohlhabend, und deshalb herrscht häufig die Meinung: Na ja, tut denen doch nicht weh. Und es sind ja eh nur 200 Euro im Jahr. Aus vielen Kommentaren im Internet von Nicht-Pferdeleuten habe ich das herauslesen können. Dem ist aber nicht so!!

Die allermeisten Pferdebesitzer sind Freizeitreiter und verzichten auf vieles, weil sie sich für ihre Pferde verantwortlich fühlen und sie so lange halten wollen wie möglich. Zudem besteht natürlich die Gefahr, dass die Steuer, einmal eingeführt, beliebig erhöht wird. Und wenn wir bedenken, dass Freizeitpferde häufig recht preiswert zu kaufen sind, könnte eine Pferdesteuer den Kaufpreis innerhalb weniger Jahre übersteigen. Das passt überhaupt nicht zusammen.

Zudem hängen viele Arbeitsplätze und an der Pferdehaltung. Wenn der Pferdebestand zurückgeht, wegen der Pferdesteuer, werden an anderen Stellen ebenfalls die Einnahmen und damit wiederum die Steuerzahlungen sinken. Wie z.B. beim Futtermittelhandel, bei Pensionsbetrieben, bei Tierärzten, bei Reitlehrern, bei Reitsportgeschäften. Und das ist keine Schwarzmalerei, im folgenden Video wird ein Beispiel bereits genannt: Eine Pensionsstallbetreiberin hat bereits Kunden verloren.

Die Zeitschrift Reiter Revue hat Betroffene vor Ort in Bad Sooden-Allendorf befragt. Sehen Sie selbst:

Am 14. Dezember findet eine Demo gegen die Einführung der Pferdesteuer in Bad Sooden-Allendorf statt. Alle, die es räumlich und zeitlich einrichten können, dort mitzumachen: Bitte macht mit ! Kein anderer Sport wird besteuert, und das ist auch richtig so. Pferdesport bitte auch nicht !

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